Recherchereise Inverness mit Bruno

Diese Reise beginnt nicht mit einer Karte.
Sie beginnt mit Bruno. Und ja, natürlich beginnt sie mit Bruno.

Bruno ist kein Tourist. Er würde das vermutlich auch sehr entschieden von sich weisen. Er ist Einheimischer. Einer von der Sorte, die Inverness nicht erklären müssen, weil sie es einfach kennen. Er weiß, wo Wege wirklich hinführen, wo man langsamer gehen sollte und wo man besser kurz stehen bleibt, auch wenn man selbst noch glaubt, man hätte es eilig.

Am 21. Januar 2026 starten wir gemeinsam unsere Recherchereise. Ich reise, Bruno führt. Das ist keine Diskussion, das ist ein Konzept.

Inverness erzählt seine Geschichte nicht laut. Wer hier nur schaut, verpasst das Beste. Man muss hinhören, hinspüren und manchmal auch einfach akzeptieren, dass nicht alles sofort Sinn ergibt. Bruno weiß das. Er kennt Orte, an denen Geschichte nicht erklärt wird, sondern einfach da ist. Im Boden unter den Füßen, im Wind, der gelegentlich mehr Meinung hat als ein Reiseführer, und in der Stille, die plötzlich sehr präsent sein kann.

Bruno zeigt mir keine Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinn. Er zeigt mir Erinnerungen. Wege, die früher gegangen wurden. Mauern, die eindeutig schon mehr Drama gesehen haben, als sie zugeben würden. Manchmal bleibt er einfach stehen. Dann sagt er nichts. Und genau dann merke ich, dass genau das der Moment ist, den man nicht verpassen sollte.

Er kennt die Geschichten hinter den Orten. Die historischen Zusammenhänge, die kleinen Details, die man übersieht, wenn man zu schnell weiterläuft oder glaubt, alles bereits zu wissen. Nicht als trockene Daten und Jahreszahlen, sondern als Gefühl. Als Ahnung. Als dieses leise Wissen, dass Inverness weit mehr ist als eine hübsche Stadt am Fluss, auch wenn sie das nebenbei ebenfalls ziemlich gut kann.

Diese Recherchereise ist kein klassischer Trip. Sie ist ein Eintauchen, ein Beobachten, ein Zuhören. Bruno zeigt mir seine Heimat so, wie man sie nur zeigt, wenn man sie wirklich liebt. Ehrlich, ohne Pathos, mit dem richtigen Maß an Ruhe und genau dem passenden Moment für ein trockenes inneres Grinsen.

Und vielleicht ist genau das der Anfang von allem. Oder zumindest von etwas sehr Gutem.

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Happy New Year